Nachlese: Neuer Besucherrekord auf der Jahrestagung E-Akte 2016!

30.11.2016 Das Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der öffentlichen Verwaltung an der Jahrestagung E-Akte ist ungebrochen. Mit weit über 400 Teilnehmenden hat die diesjährige Jahrestagung wieder einen Rekord aufgestellt.
Die Vorstellung der aktuellen Praxisbeispiele von Projektverantwortlichen aus der Verwaltung sowie die Neu- und Weiterentwicklung von Lösungen der ausstellenden Firmen wurden lebhaft in den Fach- und Marktforen, auf den Fluren sowie auf der Abendveranstaltung im Wasserwerk diskutiert. Mit großer Spannung erwarteten Aussteller und Verwaltungsangehörige die Ankündigung zum Beschaffungsverfahren des Basisdienstes E-Akte. Gleichfalls großes Interesse fanden die Vorträge zu der Neufassung der TR-RESISCAN zum Scanprozess sowie zur Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen rund um die E-Akte.
Herr Whittaker, stellvertretendes Mitglied des Ausschusses Digitale Agenda des deutschen Bundestags, betonte im Eröffnungsreferat die Notwendigkeit der Digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltung, um Effizienzpotenziale zu heben und Bürokratiekosten zu senken. Er stellte den aktuellen Stand in anderen Ländern der Europäischen Union dar.

Zu einem der Schwerpunktthemen der vorherigen Jahrestagung, der Erfassung und Betreuung der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge, wurden konkrete Umsetzungen der Zusammenarbeit von Behörden gezeigt. Hierzu stellte Herr Rydzewski von der AOK Nordost die Möglichkeit der Erteilung einer elektronischen Gesundheitskarte für Asylbewerber durch ein webbasiertes Verfahren vor.

Mit Spannung erwartet wurden die Ausführungen von Herrn Andrle, Projektleiter für den Basisdienst E-Akte der Bundesverwaltung. Er stellte den Fahrplan für die Beschaffung und den geplanten IT-Betrieb der zentralen Anwendung vor.
In den Fachforen wurden aktuelle Projekte aus Bundes- Landes- und Kommunalbehörden vorgestellt. Hierbei ging es um die Integration von Fachverfahren und E-Akte, rechtliche und technische Fragen zum ersetzenden Scannen, der Weiterentwicklung und Migration von E-Akte-Systemen sowie die Einbindung der De-Mail in E-Government-Prozesse. Konzepte und erste Umsetzungen zur Implementierung der ab 2018 von der öffentlichen Verwaltung zu schaffenden Voraussetzungen zur Entgegennahme elektronischer Rechnungen rundeten das Programm ab.
An den Ständen der ausstellenden Firmen herrschte in den Pausen wie auch während der Vorträge dichtes Gedränge.

In den Ausstellerforen stellten die Firmen ihre Neu- und Weiterentwicklungen von E-Akte-Systemen u. a. unter den Aspekten des mobilen Arbeitens und des gesicherten Zugriffs auf die E-Akte sowie der immer virulenten Frage des effizienten Datenaustauschs zwischen E-Akte und Fachverfahren vor.
Die IT-Konsolidierung im Bund und in den Ländern hat in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht. In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Dr. Reinhard Brandl, Mitglied des Bundestags, Felix Zimmermann, Bitkom e.V. und Jens Altemeier, Justizministerium Baden-Württemberg die Entwicklungen und stellten aus ihrer jeweiligen Perspektive dar, welche Aufgaben in diesem Feld noch anstehen, um eine weitergehende Standardisierung und damit eine Effizienzsteigerung zu erreichen. Dabei wurde auch nicht außer Acht gelassen, welche Herausforderungen auf IT-Dienstleister der öffentlichen Hand durch die Schaffung neuer Organisationsstrukturen zukommen.
Der in E-Government-Gesetzen sowie implizit im E-Justice-Gesetz vorgegebene Zeitpunkt zur Einführung der E-Akte ist wieder um ein Jahr näher gekommen. Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie notwendig die Anstrengungen zur digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltung sind, bei der die E-Akte ein wesentlicher Baustein ist. Es bleibt spannend und wir freuen uns auf die Fortsetzung der Diskussionen auf der kommenden Jahrestagung E-Akte.

Die nächste Jahrestagung E-Akte findet in der vierten Novemberwoche 2017 statt. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an.
Tagungstermin 2017
15. und 16. November 2017
Ansprechpartner
Manfred Koerth

Manfred Koerth

Telefon
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